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Der WDR meldete, das mit der Corona-APP könnte ein Problem werden, weil zu viele Menschen kein Smartphone haben.

Wat erzähl ich einklich die ganze Zeit?

Und dann kam noch gestern bei HEUTE im ZDF ein Bericht über weniger CO2 Emissionen wegen weniger Berufspendler*innen, aber höherer Stromverbrauch wegen mehr (s.o.) Nutzung digitaler Hilfsmittels.

Ein Fall für digitale Nachhaltigkeit.

@kulervo Ich glaube, wir können problemlos 90 Millionen Computer mit grünem Strom versorgen. Bei 90 Millionen E-Pkw hätte ich so meine Zweifel.

@letterus Aber tun wir das auch?

In einem Beitrag über Wasserstoff hieß es, der könne mit grauem oder grünem Strom hergestellt werden.

Grauer Strom. Gutes Beispiel für einen Euphemismus.

@kulervo Nö, der Strommix liegt aktuell bei 50% erneuerbare, glaube ich. Und bei der E-Mobilität sind wir erst am Anfang...

@letterus @kulervo 90 Millionen Computer mögen ja angehen, einige von denen können auch für einen arbeiten, während man nicht dran sitzt, aber wozu brauchen ca. 83 Millionen Einwohner (von denen lange nicht alle einen Führerschein haben) 90 Millionen E-PKW?

@patrick @kulervo 😉Die Zahl war grob überschlagen, mit Zweit- und Dienst-, Behörden- und Nutzfahrzeugen. kA, wie viele tatsächlich zugelassen sind. Wie viele wir brauchen wäre natürlich die entscheidende Frage zur Diskussion.

@letterus @kulervo Ein paar Zahlen: knapp 70 Millionen Einwohner in Deutschland waren 2018 über 18 (dh. so viele regelmäßige Fahrer kann es hier maximal geben), Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/

Laut https://de.statista.com/statistik/daten/studie/172091/umfrage/besitz-eines-pkw-fuehrerscheins/ gab es 2019 knapp 57 Millionen Führerscheinhalter.

Zugelassen waren zum 1.1.2020 58 Millionen Kfz (https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Bestand/bestand_node.html), von daher kann man wohl mit einer 1:1 Quote von Führerscheinen zu Fahrzeugen rechnen.

@patrick @kulervo Danke. Von der Quote sollten wir natürlich runter. Denn selbst dann ist der Energieunsatz für Elektro-Mobilität ein vielfaches von dem von Computern unterschiedlicher Größe... Und wir sind halt keine paar Norweger mit einem Wasserkraftwerk überall um die Ecke.

@letterus @kulervo Also _genaugenommen_ ;-):

Für unseren Strom (inkl. um die Zoe am Fahren zu halten) bezahlen wir einen Energieversorger, der Wasserkraftwerke im Main betreibt, eins davon keine 20km von hier. Ich weiß nicht, wie viel Kapazität unsere Flüsse und Ströme noch hätten.

@patrick @kulervo Ja, ok. Aber wie gesagt, wir sind bei ca 50% erneuerbarem Strom. 100% in weiter Ferne, dazu der Mehrbedarf durch E-Mob (wie hoch auch immer). Das sind ja dann auch Lkw und Co. Da muss noch viel passieren.

@letterus @kulervo Dass es politisch wenig Willen gibt, den Wechsel auf erneuerbare Energien durchzusetzen, ist ein Problem, in der Tat. (siehe Peter "Windräder nur an Orten, die es in Deutschland nicht mehr gibt" Altmeier). Nur hängt sich das nicht am E-Auto auf.

Für "LKW und Co": Der Wille, Waren von der Straße auf die Schiene zu bringen, ist auch nicht sehr ausgeprägt, obwohl auch das eine Menge elektrifizieren würde (neben den anderen Gewinnen, die sich daraus ergeben).

Als ob Politiker ein Interesse dran hätten, so viele Fossilien zu verbrennen wie möglich. Dinos die Fossilien verfeuern, damit sie ihr Essen auf den Tisch kriegen - ist das eigentlich Kannibalismus?

@patrick @kulervo Hehe. Ja, es ist etwas Idiotie, finde ich auch. Aber ich finde es auch wichtig sich vor Augen zu führen, dass wir ganz andere Bevölkerungs- und Infrastrukturherausforderungen haben als zB die Skandinavier.

@kulervo @letterus 2014 wurden für PKW (LKW und dergleichen klammere ist mal aus) laut https://www.bast.de/BASt_2017/DE/Publikationen/DaFa/2018-2017/2017-04.html ca. 600 Milliarden Fahrzeugkilometer kalkuliert.

Als Richtwert nehm ich mal den Renault Zoe 2019, 50KWh Batterie bei realistischer Reichweite von 300km (Hersteller sagt 390km, aber das klappt vermutlich nur bergab). Sagen wir 10% Verlust beim Laden, also braucht man 55KW für eine volle Ladung, die einen 300km weit bringt.

2019 wurden in Deutschland ca. 512Terawatt verbraucht. (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164149/umfrage/netto-stromverbrauch-in-deutschland-seit-1999/)

2014 hätte man 2 Milliarden Ladungen zu 55KW gebraucht, also 110Terawatt, um die gleiche Fahrleistung in elektrisch zu erbringen. Das sind 20% mehr Stromverbrauch gegenüber 2014. Nicht trivial, aber es scheint mir auch nicht unmöglich.
@kulervo @letterus Und selbst wenn man dafür Kraftwerke bauen würde, die Diesel verfeuern, um den Strom zu produzieren, wäre der Vorteil, dass man die Abgase nur einmal filtern muss, statt sich ständig Gedanken darüber machen zu müssen, welcher Autohersteller gerade wie sehr bescheißt.

@patrick @kulervo Bei uns macht man ja lieber Kohle.. und Kernkraft ist ja auch so effizienz...

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