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Ich möchte bitte regelmäßige Fahrtauglichkeitsprüfungen für die Bedienenden von allen Kraftfahrzeugen, die schneller als 30 km/h fahren dürfen.
presseportal.de/blaulicht/pm/4

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@mardor An welche Intervalle hast Du gedacht? Erst ab einem bestimmten Alter? Und wer bezahlt das?

@phalanx Wer bezahlt denn bisher die HU? Das ist schon Sache der Führerscheinbesitzenden. Spätestens 10 Jahre nach der Ausstellung des Führerscheins sollte die erste Prüfung stattfinden. Später ggf. in kürzeren Intervallen.

@mardor Wegen der Bezahlung frage ich, weil es genug berufstätige mit geringem Einkommen gibt, die für den Job auf ein Auto angewiesen sind. Für die wäre das eine zusätzliche Belastung.

10 Jahre nach dem Führerschein hieße bei vielen erstmals mit 28. Ich glaube kaum, dass man in dem Alter viele aussiebt.

@phalanx Oder nach 15 Jahren. Das wäre praktisch, weil auch das Führerscheindokument dann seine Gültigkeit verliert. Während der Wartezeit bei der Ausgabestelle kann man dann mal eben den Test ablegen.

@mardor Prinzipiell stimme ich Dir zu, würde mich aber auf das Problem "Mangelnde Reaktionsfähigkeit im Alter" konzentrieren.

Hieße konkret: Ab etwa 60 Jahren alle fünf Jahre eine Prüfung.

@phalanx @mardor
Es gibt hier ja noch mehr Aspekte. Die (Nicht-) Kenntnisse von (nicht nur) neuen StVO-Regeln fallen uns massiv auf die Füße, wenn wir Nachbildung nicht irgendwie einfordern. Erste-Hilfe-Kurse sollten regelmäßig aufgefrischt werden und von Sehtests, die das restliche Leben das gleiche Ergebnis liefern, habe ich auch noch nicht gehört.
Das Betriebsrisiko ist einfach zu hoch!

@efi Bei neuen Regeln im Straßenverkehr würde ich mir ja wünschen, dass Besitzer eines Führerscheins automatisch darüber informiert würden. Es gibt immer noch zu viele, denen Rettungsgasse und Reißverschlussverfahren nichts sagt.

Bei der Sehkraft würde ich ja davon ausgehen, dass deutliche Verschlechterungen auch im normalen Alltag so stören, dass hier sowieso ein Augenarzt aufgesucht wird. @mardor

@phalanx @mardor
Wunderbarer Glaube an das Gute im Menschen. Ich glaube du kannst hier nicht zu viel von dir auf andere schließen. Auch wenn das bei 50% der Bevölkerung klappt, möchte ich nicht von der anderen Hälfte überfahren werden.
Deshalb denke ich: Führerschein gilt immer nur 5 Jahre und je nach Lebensalter muss man halt angepasst zeigen, dass man es noch drauf hat. Sehtest, 1.Hilfe und kleiner Theorietest aber immer.

@efi Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, was "Oh ich brauche wohl eine Brille" mit "Das Gute im Menschen" zu tun hat.

Deine Forderung klingt praxisfern und eher nach "Ich fahre Rad, daher möchte ich es Autofahrern so unbequem wie möglich machen".

@phalanx
Das mit dem Rad fahren stimmt. Das mit der Brille: Nur gute Menschen geben es zu.
Meine Erfahrung: Die Kenntnis von Verkehrsregeln bei Autofahrenden sind oft unterirdisch (Überholabstand, Verhalten in einer Fahrradstraße, Parken). Wer von denen sich freiwillig in neue Regeln einliest, wenn er sie zugeschickt bekommt? Nur die eine, gute Hälfte. So war das gemeint.
Und: Viele andere Erlaubnisse zum Führen von Fahrzeugen oder Maschinen (Flug, Lok, LKW?,...) laufen ab.

@efi Dann mal eine ernstgemeinte Frage: Was glaubst Du bewirkt es bei Autofahrern, wenn man es ihnen ungemütlich macht? Ein "Oh, dann steige ich besser aufs Rad um!" oder doch eher eine Abwehrhaltung "So schon mal gar nicht!"

Es braucht Anreize, auf das Rad umzusteigen. Etwa gut ausgebaute Radwege, für die keine bisherigen Fahrbahnen "geopfert" werden müssen. Verbote und Schikane bewirken das Gegenteil.

LKW dürfte ich übrigens gar nicht fahren, da keine räumliche Sicht.

@phalanx
Schön, dass wir hier auf dem Niveau diskutieren können.
Dieses spezielle Thema (Gültigkeit von Fahrerlaubnissen) sehe ich nicht in erster Linie als Druck auf Autofahrende, sondern als Notwendigkeit (ein Schritt von vielen) für die Verkehrssicherheit und #VisionZero. Jede Bahnstrecke wird bei zwei Toten (bundesweit in den Medien) erstmal wochenlang gesperrt und der Autoverkehr rollt nach wenigen Stunden weiter (8-10 Unfalltote pro Tag im Schnitt der letzten Jahre).

@phalanx
Der Druck auf Autofahrende zum Umstieg ist im Rahmen einer für alle (Auto-, Radfahrende, ÖPNV-Nutzer und zu Fuß Gehende) dennoch wichtig. Die Verkehrs- und Verhaltenswissenschaft nennt das Pull und Push-Maßnahmen. Wenn wir viele Autofahrten bis zwei Kilometer von nicht Fußkranken vermeiden oder auf eines der anderen Verkehrsmittel verlagern, sind wir einen sehr guten Schritt weiter. Dazu gehört auch, dass solche Fahrten ein Stück weit "das neue Rauchen" werden.

@phalanx da fehlt nach der Klammer "nützlichen und anzustrebenden Verkehrswende"

@efi Prinzipiell stimme ich Dir zu, aber überflüssige Prüfungen in zu häufigen Abständen sind hier die falsche Art von Druck.

@efi Ja, das im Vergleich zu Twitter recht hohe Niveau weiß ich auch sehr zu schätzen.

Den Vergleich mit der gesperrten Bahnstrecke verstehe ich nicht. Unfälle im Bahnverkehr, vor allem mit Personenschaden, sind ja um Größenordnungen seltener als im Individualverkehr, wenn man die Suizide mal rausrechnet.

Für die Verkehrssicherheit wäre es wie gesagt aus meiner Sicht am sinnvollsten, das primäre Problem anzugehen:Mangelnde Reaktionsfähigkeit im Alter, sprich Tests ab etwa 60 Jahren.

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