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finde es immer interessant, dass Bürgerräte bei höchsten Vertretern der repräsentativen Demokratie so immens populär sind - erst Schäuble, jetzt Bas: perlentaucher.de/essay/rede-de

Besonders viel „Gefahr“ scheint von ihnen ja nicht auszugehen.

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Einen Hinweis könnte ein Blick auf das Verhältnis von Bürgerinnen und Bürgern (160) gegenüber Moderatoren (80) sowie sog. Experten (60) im Rat "Deutschlands Rolle in der Welt" geben. Die Ratsmitglieder werden schlicht moderiert und gepampert als handelte es sich um Pflegefälle. Außerdem werden diese Moderatoren und Experten ja auch alle bezahlt und sind daher dankbare Multiplikatoren des Modells Bürgerrat.

@wolf_witte
"Demokratische Politik muss sich ggü der Öffentlichkeit rechtfertigen. Umso problematischer ist es, wenn in der Bevölkerung Vertrauen verloren geht. Im Westen findet (..) ein Drittel (28 Prozent) der Befragten (..) leben in einer Scheindemokratie (..) im Osten ist es fast die Hälfte (45 Prozent) (..) Stand Feb 2022.

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@wolf_witte
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Natürlich sind solche Befragungen Momentaufnahmen, ihre Aussagekraft ist begrenzt. Aber das Ergebnis fügt sich in ein beunruhigendes Gesamtbild ein: Es ist etwas nicht in Ordnung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und ihrem demokratischen System -- also seinen Institutionen und Repräsentanten."

Ganz gute Selbstanalyse find ich.
Allerdings sehe ich die Bürgerräte auch noch Verbesserungswürdig.

@amaz1ng Bürgerräte fände ich _vielleicht_ interessant auf der Ebene von Stadtteilen/Kiezen.

@wolf_witte
Die BRs sind ja derzeit so aufgebaut, dass sie ähnlich wie Schöffen ausgelost werden.

Doch im Gegensatz dazu, dass ein Schöffe ein zu erwartendes grundlegendes Rechtsbewusstsein hat, sind Bürgerrätefragen ja oft sehr speziell. Und eigentlich ist dann eine RandomAuswahl von Bürgern gleich nahe an Überforderung, wenn es da um fachliche Fragen geht, die zB. technisches, statistisches, juristisches etc. Wissen/Erfahrungen benötigen.

Das find ich sehr verunglückt.

@wolf_witte
Evtl. könnte ich mich damit anfreunden, dass diese Themen dann soweit herunter gebrochen werden müssen, dass eine Bürgerin mit durchschnittlicher Bildung das Thema nebst Konsequenz erfassen kann, was allerdings wieder die Frage aufwirft, "was ist durchschnittlich" und wer beurteilt das.

Daher.. da ist noch Luft nach oben und ich denke, das sollte die Zivilgesellschaft nutzen. Denn wenn es ausgebaut ürde, isses möglw. ein wirksames Werkzeug zur Mitgestaltung. Besser als Petitionen.

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